Schwarzen Lack richtig pflegen

Schwarzer Lack verzeiht nichts. Anders als oft vermutet, ist dunkler Lack nicht anfälliger oder empfindlicher als bunter Lack. Auf ihm heben sich kleinste Kratzer und Risse aber besonders deutlich hervor, weshalb er schneller abgenutzt und matt aussieht als hellere Autolacke. beliebteste Autolacke Trotzdem zählt Schwarz zu den beliebtesten Autofarben in Europa. Mit der richtigen Pflege bleibt aber auch der beliebte schwarze Lack langfristig glänzend.

Waschen nur von Hand

Um zu verhindern, dass schwarzer Lack schon nach kurzer Zeit stumpf und glanzlos erscheint, sollten dunkle Fahrzeuge generell von Hand gewaschen werden. Schon kleinste Sandkörnchen, die sich in den groben Bürsten der Waschstraßen verfangen, können für winzige Kratzer sorgen. Gerade auf dunklen Lacken sind aber auch die kleinsten Risse und Kratzer deutlich sichtbar.

Gut geeignet und besonders schonend ist die 2-Eimer-Methode. Auch eine Vorwäsche ist immer empfehlenswert, um den groben Schmutz zu lösen.

Polieren ohne Hologramme - so geht's

Auf dunklen Lacken sind Hologramme besonders gut zu sehen. Um diese beim Polieren zu vermeiden, sollte in mehreren Schritten gearbeitet werden.

Um Kratzer aus dem Lack zu entfernen, empfiehlt sich eine Exzenterpoliermaschine. Die Maschine erleichtert die Arbeit und sorgt, bei richtiger Anwendung, für optimale Ergebnisse.

Im ersten Schritt sollte mit einer Feinschleifpaste oder einer gröberen Politur gearbeitet werden. Die Politur sollte immer nach dem Zustand des Lackes gewählt werden. Passend dazu wird ein geeignetes Polierpad in der entsprechenden Stärke verwendet. Um Hologramme zu vermeiden, sollte mit einer niedrigen Drehzahl gestartet und beendet werden.

Anwendung Nordex Autopolitur

Beim Polieren ist darauf zu achten, nicht zu viel Druck auf die Maschine auszuüben. Dadurch könnte der Lack eventuell beschädigt werden. Außerdem empfehlen wir, immer nur ein Teilstück zurzeit zu bearbeiten, wie zum Beispiel die Motorhaube. So wird das Ergebnis möglichst gleichmäßig.

Nachdem restliche Politurrückstände mit einem weichen und sauberen Mikrofasertuch entfernt wurden, kann mit dem nächsten Schritt begonnen werden. Hier wird der Lack mit einer Finishpolitur oder Anti-Hologramm-Politur nachbearbeitet. Wichtig ist, dass dafür ein besonders weiches Finishpad verwendet wird. Auch hier sollte mit einer niedrigen Drehzahl poliert werden.

Um Hologramme möglichst komplett zu umgehen, eignet es sich, gitterförmig und nicht kreisend zu polieren. Bewegen Sie die Poliermaschine dafür zunächst horizontal über den Lack und ziehen dann vertikal nach.

Kratzer können Sie zusätzlich verhindern, indem Sie das Polierpad zwischendurch wechseln oder gründlich auswaschen.

Weiterhin sollten Sie darauf achten, nicht bei heißen Temperaturen und in direkter Sonneneinstrahlung zu polieren. Die Autopolitur trocknet dabei zu schnell auf dem Lack an und lässt sich nicht weiter verarbeiten.

Grundsätzlich empfehlen wir außerdem auf die Qualität der verwendeten Produkte zu achten. Gespart werden sollte hier nicht am falschen Ende. Eine Autopolitur ist zeitaufwendig und sollte sich daher lohnen.

Bild 1: © wirkaufendeinauto.de