Wie sieht die Zukunft der Formel 1 aus?

Die Zeitgeschichte der Formel 1 ist voller klangvoller Namen von Piloten und Rekorden, aber auch eine Geschichte von tragischen Unfällen. Legendär sind die Formel 1-Teams Lotus, McLaren, Ferrari und Williams und die Fahrer Jim Clark, Jackie Stewart, Niki Lauda, Ayrton Senna oder Michael Schuhmacher.

Formel 1

Das allererste Formel 1-Rennen wurde am 13. Mai 1950 in Silverstone ausgetragen und der erste Sieger hieß Giuseppe Farina (mit Alfa Romeo). Formel 1 heißt der Sport deshalb, weil die Leistungskriterien der teilnehmenden in so genannten Formeln und in einem Regelwerk der FIA festgelegt sind. Da der Motorsport 1884 seinen Anfang in Frankreich nahm, hat der Automobil-Dachverband FIA einen französischen Namen und er ist Veranstalter der Formel 1-Weltmeisterschaft: Fédération Internationale de l’Automobile. Offiziell heißt die Weltmeisterschaft FIA Formula One World Championsship, daher Formel 1, Es ist die Königsdisziplin des Motorsports, da sie an Techniker, Konstrukteure und Fahrer allerhöchste Ansprüche stellt.

• Grand Prix oder Großer Preis werden die Einzelrennen in jedem Land in einer Saison genannt.

Von Anbeginn der Formel 1 gab es höchste Ansprüche an den Rennwagen und den Motor. Heute allerdings hängt die Zukunft der beliebten Formel 1 zwar auch von Auto und Motor ab, aber auch von dem Einstieg in die digitale Welt und den sozialen Netzwerken. Außerdem wird seit vielen Jahren von Sportwettenanbietern die Möglichkeit geboten, auf die Formel 1, auf Fahrer, Teams und Sieger zu wetten. So gibt es unter anderem Motorsport Wetten bei bet365, bei denen sogar online via Live Stream ein Formel 1-Rennen verfolgt werden kann.

Regeländerungen

Die Königsklasse befindet sich seit dem neuen Besitzer, dem amerikanischen Medienunternehmen Liberty Media, im Zeichen des Wandels. Die nächste Zukunft ist die kommende Saison, für die es Veränderungen für den Motor geben wird, die für reichlich Zündstoff sorgen. Das MGU-H (das Energie-Rückgewinnungssystem) fällt weg, auf die 1,6-Liter-V6-Motoren wird nicht verzichtet und durch das erhöhte Limit von minütlichen 18.000 Umdrehungen werden die Boliden lauter. Ohne BiTurbo-Motoren und mit einem verbesserten MGU-K (Motor-Generator-Unit-Kinetic) wird das für die Boliden-Rennställe teuer.

Formel 1

Zukünftig soll der Pilot selbst und nicht wie bisher auf Abruf entscheiden, wann er Hybrid-Power einsetzt. Das bedeutet für den Fahrer, dass er die Möglichkeit hat, Energie zu sparen, um sie dann für Überholmanöver einsetzen zu können. Das DRS System auf bestimmte Zonen fällt dann weg.

Zukunftsmusik ist noch die komplette Änderung der Startaufstellung, die von Liberty Media gewünscht wird: Aus jeder Startreihe sollen entweder zwei oder drei Boliden starten. Mit dieser Änderung wollen die F1-Macher mehr Action und mehr Spannung für alle Rennsport-Fans in die Formel 1 bringen. Allerdings ist der Liberty Media-Vorschlag bis zum Jahr 2020 chancenlos. Denn in den Verträgen der Renn-Teams ist in solchen Fällen ein Mitspracherecht festgehalten. Die Teams sind gegen die vorgeschlagene Start-Änderung, weil die Kollisionsgefahr auf den meisten Rennstrecken und den dort vorhandenen ersten engen Kurven viel zu hoch sei.

Die digitale Welt und die Finanzen

In diesem Jahr hat sich die Formel 1 mit der virtuellen eSport-Meisterschaft den Schritt in die digitale Welt gewagt und konnte dafür 64.000 Rennsportfans gewinnen, die am Wettbewerb teilnahmen. Mit dem Videospiel sollen neue Formel-1-Fans gewonnen werden. Außerdem gab es ein Live-Event am Londoner Trafalgar Square im Rahmen des Grand Prix von Großbritannien (Silverstone), das von über 100.000 Rennsport-Fans besucht wurde.

Vor wenigen Wochen wurde die Zukunftsbilanz von der amerikanischen JP Morgan Bank die Formel 1-Liberty-Aktie FWONK betreffend veröffentlicht. Die Erwartungen der Banker sind für die Zukunft optimistisch, aber das erwartete Wachstum sei begrenzter als erwartet. Der neue Formel 1-Besitzer Liberty Media, hat neue Investments durchgeführt, um die Königsklasse auf einen neuen erfolgreicheren Weg zu bringen. Für die Renn-Teams haben die neuen Finanzströme bereits einen Einfluss. Die Einnahmen sanken im dritten Quartal von rund 268 auf rund 231 Millionen Euro. Um die Formel 1 in andere Bahnen zu lenken, hat der neue Besitzer in viele Bereiche Geld gepumpt, um ganz nach dem Schema „Geld verdienen geht nur mit Geld investieren“ vorzugehen.

Hauptsächlich verdient die Formel 1 aber immer noch immer an den Fernseh-Rechten und konnte ihre Einnahmen beispielsweise mit den Pay-TV-Sendern erhöhen und so Wachstum generieren. Das Formel 1-Management setzt aber auch auf einen alternativen Ansatz und will die Rennen simultan auch im Free-TV laufen lassen. Liberty Media plant aber auch selbst einige TV-Rechte abzufangen, um ein eigenes Premiumpaket mit Werbepausen anbieten zu können. Das allerdings halten Experten für sehr risikoreich für die finanzielle Stabilität der Formel 1. Der amerikanische TV-Sender NBC hat sich bereits aus Übertragungs-Verhandlungen zurückgezogen, da er nicht direkt mit dem Rechte-Inhaber im Wettbewerb bzw. in Konkurrenz stecken möchte.