Starthilfekabel Ratgeber

Es kann schnell passieren, dass sich die Batterie entlädt. Da kann meist ein Pannendienst helfen. Oft reicht jedoch auch ein netter Nachbar oder Helfer, der Ihnen Starthilfe geben kann. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf eines Starthilfekabels achten sollten und wie Sie Starthilfe geben.

Laut dem ADAC Starthilfekabel Test ist die häufigste Ursache für eine leere Batterie das Alter des Fahrzeuges oder eine Tiefentladung.

Worauf sollte beim Kauf eines Starthilfekabels geachtet werden?

Aus diversen Starthilfekabel Tests wird ersichtlich, dass viele Hersteller bei ihren Produktbeschreibungen falsche oder verwirrende Angaben machen. Es ist daher äußerst wichtig darauf zu achten, dass das Kabel nach DIN 72553 oder vom TÜV geprüft wurde. So haben Sie die Sicherheit, dass es frei von groben Mängeln ist.

Ebenfalls sollte die Verpackung robust und im besten Fall wiederverschließbar sein, sodass das Starthilfekabel nicht beschädigt werden kann. Verpackungen wie Pappkartons können das Produkt nicht ausreichend schützen.

Achten Sie beim Kauf ebenfalls darauf, dass die Zangen an den Enden des Kabels isoliert und mit einer widerstandsfähigen Feder ausgestattet sind.

Das Starthilfekabel sollte mindestens 2 Meter lang sein. Ein kürzeres Kabel würde zu wenig Platz zwischen den beiden Autos fordern. Mit der Länge des Kabels muss auch der Querschnitt des Kupferkerns vergrößert werden, da der Widerstand mit der Länge zunimmt. Für den richtigen Querschnitt können Sie sich folgendermaßen orientieren:

  • Benziner bis 2 Liter Hubraum: 16 mm² Leitungsquerschnitt
  • größere Benziner und Diesel: 25 mm² Leitungsquerschnitt
  • Profi-Kabel: 35 mm² Leitungsquerschnitt

Starthilfe geben: So wird's gemacht

Laut Starthilfekabel Tests ist der häufigste Fehler beim Starthilfe geben das Vertauschen des Plus- und Minuspols. Bei verkehrtem Anstecken der Kabel kann die Lichtmaschine schnell beschädigt werden. Wir zeigen Ihnen in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung daher, wie Sie das Kabel richtig befestigen.

  • 1. Eine der roten Klemmen (Plus) an den Pluspol der entladenen Batterie anschließen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Klemme fest sitzt, damit der Strom übertragen werden kann. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welcher der Pluspol ist, schauen Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Autos nach. Oftmals befinden sich im Umfeld der Pole zudem eingegossene Zeichen mit der richtigen Bezeichnung.
  • 2. Schließen Sie die zweite rote Klemme an den Pluspol der Sendebatterie an. Achten Sie auch hier darauf, dass die Klemme richtig sitzt und dass Sie den richtigen Pol gefunden haben.
  • 3. Nun wird das schwarze Kabel (Minus) an den Minuspol der Sendebatterie angeschlossen.
  • 4. Die andere Klemme des schwarzen Kabels auf keinen Fall an den Minuspol der entladenen Batterie anschließen. Es könnte sich Knallgas bilden. Suchen Sie sich hierfür einen Massepunkt, der ein Metallteil am Motorblock sein kann.
  • 5. Lassen Sie nun den Motor des Hilfefahrzeuges an und versuchen Sie, das Pannenfahrzeug zu starten. Wenn Ihr Fahrzeug nicht gestartet werden kann, überprüfen Sie nochmals alle Anschlusspunkte.
  • 6. Im Pannenfahrzeug sollte nun ein starker eletrischer Verbaucher wie die Heizung eingeschaltet werden. Grund: Beim Abnehmen der Zangen können im Bordnetz Spannungen auftreten.
  • 7. Zum Schluss müssen die Kabel in umgekehrter Reihenfolgen abgenommen werden. Der elektrische Verbraucher kann danach wieder ausgeschaltet werden.

Unser Tipp: Um die Batterie wieder vollständig zu laden, reichen einige Kilometer auf der Autobahn oder gar nur in der Stadt nicht aus. Benutzen Sie ein Batterieladegerät, um beim nächsten Startversuch nicht wieder Starthilfe zu benötigen.