Reifendruckkontrollsystem nachrüsten

Viele Autofahrer möchten sicher und komfortabel fahren und wollen deswegen ein Reifendruckkontrollsystem nachrüsten. Reifendruckkontrollsysteme (kurz: tpms oder rdks) helfen Unfälle zu verhindern, indem sie den den Reifendruck überwachen und anzeigen. Mit einem optimalen Reifendruck lässt sich zudem Kraftstoff sparen und der Verschleiß der Reifen verringert sich. Um den Reifendruck zu kontrollieren eignen sich hervorragend Reifendruckkontrollsysteme. Die Reifendrucksensoren messen sowohl den Reifendruck als auch die Reifentemperatur. Der Reifendruck ist abhängig von der Reifentemperatur. Sinkt die Temperatur, kann der Reifendruck rapide abfallen. Reifendruckkontrollsysteme warnen den Fahrer bei diesem Verhalten. Gerade auf langen Fahrten kann es zu einem Druckverlust kommen, den man im Auto weder spüren noch sehen kann. Reifendrucksensoren sollen dem Fahrer jederzeit die Überprüfung des Reifendruck ermöglichen und die Fahrt so sicherer machen.

Innen- oder Außensensoren?

Es gibt verschiedene Arten der Reifendrucksensoren: Innensensoren und Außensensoren. Innensensoren werden vom Hersteller direkt in das Fahrzeug eingebaut oder nachträglich in den Reifen eingesetzt. Dabei muss der Reifen jedoch demontiert werden das macht das Nachrüsten sehr kompliziert. Die Sensoren haben eine Lebensdauer von ca. 7 - 10 Jahren. Danach müssen sie ersetzt werden, da ein Austausch der Batterien bislang nicht möglich ist. Die Preise für Innensensoren sind vergleichsweise hoch.

Außensensoren sind sehr viel günstiger und haben weitere Vorteile wie beispielsweise die einfache Montage. Die einfachste Art der Reifendruckkontrollsysteme sind Befestigungen auf dem Ventil anstelle der vorhandenen Ventilkappen. Die Sensoren werden einfach auf das Ventil aufgeschraubt. Ihre Batterien können ganz einfach ausgewechselt werden. Das macht es sehr simpel ein Reifendruckkontrollsystem nachzurüsten.

Eine weitere Variante ist die Befestigung der Reifendrucksensoren an der Felge mittels eines Stahlbandes. Diese Art der Befestigung können wir nicht empfehlen, da selbst bei fachmännischer Anbringung das Band leicht verrutschen oder sich lösen kann. Langfristig kann der Reifen so zerstört werden, was zu Unfallgefahren führt.

Diese Systeme senden ihre Information entweder an das Steuergerät im Fahrzeug oder liefern eigene Anzeigendisplays mit, die sich beispielsweise in den Zigarettenanzünder stecken lassen. In beiden Fällen werden dem Fahrer, je nach Anzeige, die Druckwerte des Reifens durch einen Knopfdruck oder ständig im Display angezeigt. Bei zu geringem Reifendruck wird dem Fahrer eine Warnung gemeldet.

Die günstige Variante

Aufgrund des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses befinden wir Reifendruckkontrollsysteme für außen an den Ventilkappen als sehr gut. Die Montage ist sehr einfach und die Batterien können schnell ausgetauscht werden. So können Sie ganz einfach ein Reifendruckkontrollsystem nachrüsten!

Selbst wenn Sie vor platten Reifen mit einem RDKS gut geschützt sind, sollten Sie dennoch auf den Verschleiß Ihrer Felgen achten. Lesen Sie dazu unseren Felgenreiniger Test

 

Reifendruckkontrollsysteme im Vergleich

CARCHET KFZ TPMS

reifendruckkontrollsystem carchet

Preis auf prüfen
  • zeigt Luftdruck zuverlässig an

  • zeigt Temperatur zuverlässig an

  • ➤ schnelle Installation
  • ➤ einfache Anwendung
  • ➤ selbstabschaltendes Display
  • ➤ Höchst- und Mindestdruck einstellbar
  • ➤ optisch ansprechender Stecker
  • ➤ hochwertige Verarbeitung

oneConcept AirCo One

reifendruckkontrollsystem oneconcept

Preis auf prüfen
  • zeigt Luftdruck zuverlässig an

  • zeigt Temperatur zuverlässig an

  • ➤ schnelle Installation
  • ➤ einfache Anwendung
  • ➤ Warnton bei verschiedenen Problemenn
  • ➤ schlichtes Design
  • ➤ Display schaltet nicht automatisch ab

ELV Kontrollsystem

reifendruckkontrollsystem elv

Preis auf prüfen
  • zeigt Luftdruck zuverlässig an

  • ➤ einstellbare Warnschwellen
  • ➤ Warnton bei verschiedenen Problemenn
  • ➤ einfache Anwendung
  • ➤ klobiger Empfänger
  • ➤ aufwendige Montage
 

Reifendruck-Kontrollsystem Test: TireMoni TM-150-NST

In unserem Reifendruck-Kontrollsystem Test haben wir das Modell TM-150-NST von TireMoni getestet. Das System eignet sich für PKW und Anhänger mit bis zu vier Rädern. TireMoni TM-150-NST Es besteht aus dem Reifendruckkontrollsystem in Form eines Monitors sowie 4 Reifensensoren. Für eine reibungslose Funktion müssen nicht alle Sensoren verbaut werden. Das System funktioniert genau so, wenn beispielsweise bei einem einachsigen Anhänger nur 2 Sensoren genutzt werden. Der Vorteil des Systems ist nämlich, dass alle Reifendrucksensoren separat einstellbar sind. Durch weitere Sensoren erweitert werden, kann das Set allerdings nicht. Das TireMoni TM-150-NST Reifendruck-Kontrollsystem entspricht den technischen Anforderungen der ECE R-64 und damit den EU-Regelungen.

TireMoni TM-150-NST

Die Montage des TireMoni Reifendruckkontrollsystems ist simpel und beinahe selbsterklärend. Die Sensoren werden auf die Ventile aufgeschraubt und verbinden sich dank Funkübertragung selbstständig mit dem Kontrollsystem. Als Diebstahlschutz der Sensoren dient die Montage bzw. Demontage mittels Inbusschlüssel. Der passende Schlüssel ist im Lieferumfang enthalten. Insgesamt dauert die Montage wie von TireMoni angegeben nur wenige Minuten. Um jedoch dauerhaft mit dem Kontrollsystem zu fahren, sollten die Räder ausgewuchtet werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich die Reifen weiterhin gleichmäßig abfahren. Trotz des geringen Gewichts der Sensoren von nur 10 Gramm verändert sich der Abrieb der Reifen. Außerdem muss vor der Montage bedacht werden, dass die Sensoren laut StVZO nicht über die Felgenkontur hinausragen dürfen. Bei der Montage sollten diese Vorgaben also eingehalten werden.

Positiv sind uns vor allem die individuell einstellbaren und sehr genauen Messfunktionen aufgefallen. Neben der Druckwarnschwelle lässt sich auch die Temperaturwarnschwelle für jede Achse separat einstellen. Der Druck-Messbereich liegt bei 0 bis 5,5 bar. Die Sensoren messen dabei auf bis zu 0,07 bar genau. TireMoni TM-150-NST In unserem Test haben wir den Reifendruck per Kontrollsystem gemessen und durften feststellen, dass der gemessene Wert mit den von Profigeräten ermittelten Werten übereinstimmte. Außerdem wollten wir auch wissen, ob das System eindeutige Warnhinweise gibt, sollte der Luftdruck bzw. die Temperatur sinken bzw. steigen. Sobald sich die festgelegten Werte änderten, erhielten wir tatsächlich deutlich wahrnehmbare Signale des Kontrollsystems. Neben optischen Signalen durch die Hintergrundbeleuchtung des Monitors, ging auch ein akustisches Warnsignal vom Kontrollsystem aus.

Unser Fazit

In unserem Test waren sowohl die Anzeige als auch die Warnung des TireMoni TM-150-NST Reifendruckkontrollsystems verlässlich und erstaunlich präzise. Das Preis-Leistungs-Verhältnis des vergleichsweise günstigen Modells empfinden wir als hervorragend.

Einziger Nachteil, aber unvermeidbar, ist das nötige Auswuchten der Räder, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten. Ansonsten ist die Montage jedoch einfach und durch die Funkübertragung extrem unkompliziert.

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TireMoni TM-150-NST

Hinweis

Einige der Produkte wurden uns zu Testzwecken freundlicherweise von den Herstellern zur Verfügung gestellt. Unsere Objektivität wurde hierdurch selbstverständlich nicht beeinflusst und der Test wurde unabhängig durchgeführt.