Eine eigene Kfz-Werkstatt eröffnen – So klappt es mit dem Geschäft

Der Gedanke, eine eigene Werkstatt zu eröffnen, ist sicherlich jedem Mechaniker schon einmal durch den Kopf gegangen. Eine Selbstständigkeit bietet natürlich viele Möglichkeiten und auch Herausforderungen. Mit dem richtigen Schlachtplan ist es aber möglich, das Business richtig an den Start zu bringen.

Freie Werkstatt oder Vertragswerkstatt?

Bevor es an die Planung geht, muss eine wichtige Entscheidung getroffen werden: Möchte man sein Geschäft komplett in Eigenregie führen oder mit einem Vertragspartner zusammenarbeiten? KFZ Meister Grundsätzlich ist es leichter, eine freie Werkstatt zu eröffnen. Denn hier kommt es nicht zu den eingehenden Prüfungen, die eine Vertragswerkstatt durchlaufen muss. Gleichzeitig sind die Erfolgschancen einer Vertragswerkstatt größer, da man mit einem erfahrenen Geschäftspartner arbeitet.

Dies bedeutet aber nicht, dass eine freie Werkstatt zum Scheitern verurteilt ist. Denn eine gute Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern lässt sich auch ohne eine der großen Automarken aufbauen. So ist es zum Beispiel wichtig, einen erfahrenen Partner aus dem Bereich der Produktbeschaffung für Automotive zu haben. Hinzu kommen Händler und Dienstleister für alle relevanten Bereiche:

  • Buchhaltung
  • Personalbeschaffung
  • Immobilienwartung

Die Werkstatt richtig finanzieren

Ob Werkstatt oder Bäcker, wer ein Geschäft eröffnet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Kostenrechnungen von Anfang an stimmen müssen. Die meisten Geschäfte müssen innerhalb kurzer Zeit die Türen schließen, weil sie kein ausreichendes Rückhaltkapital zur Verfügung haben. Um eine sinnvolle Kostenrechnung aufstellen zu können, benötigt man einen umfassenden Überblick über sämtliche Kostenpunkte. Wie hoch ist die Miete? Welche Personalkosten fallen an? Was wird die Einrichtung der Werkstatt kosten? Sind alle Punkte zusammengefasst, ist es möglich, das benötigte Einkommen zu ermitteln.

Wird ein Businessplan benötigt?

Wer eine Finanzierung von der Bank benötigt, der muss einen detaillierten Businessplan vorlegen. Aber auch ohne eine Bankfinanzierung ist es wichtig, einen umfassenden Plan zu erstellen. Während der Erstellung können die Gründer genau einsehen, welche Bereiche welche Kosten verursachen. Im Idealfall werden auch weiterreichende Entscheidungen deutlich, zum Beispiel aus dem Marketing oder der Absicherung durch Versicherungspolicen.

Ein wichtiger Teil des Businessplans beschäftigt sich mit den rechtlichen Vorgaben. Wird ein Meister für die Leitung des Betriebes benötigt? Welche Schritte muss man einleiten, soll die Werkstatt ohne Meister geführt werden? Ebenso wichtig sind die Fragen nach Pflichtversicherungen und den Kosten.

Fazit: Die Planung macht den Unterschied

Ob freie Werkstatt oder Vertragswerkstatt, mit der richtigen Planung können Gründer bereits im Vorfeld die Erfolgschancen optimieren. Denn sind die Finanzen ausreichend, um die ersten sechs Monate ohne existenzgefährdende Defizite zu überstehen, kann die Werkstatt sich gut etablieren.

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