Auto selber waschen

Autowaschanlagen haben bei echten Autoliebhabern und Bastlern einen schlechten Ruf. Der Grund: die Waschanlagen entfernen den Schmutz oft nur oberflächlich. Zudem entstehen bei der Wäsche in der Waschanlage öfters Kratzer im Lack, die verhindert werden könnten. Wer also ein wirklich sauberes Auto haben möchte, sollte besser selber waschen. Wir verraten, worauf dabei zu achten ist und wie es richtig geht.

1. Die richtige Vorbereitung

Das Waschen per Hand beginnt mit der richtigen Vorbereitung. Stellen Sie sich zunächst alles zusammen, was Sie für die Handwäsche benötigen. In der Regel sind das zwei Eimer , idealerweise mit Grit-Einsatz , ein Autowaschschwamm, das richtige Autoshampoo, Felgenreiniger und Felgenhandschuh, gegebenenfalls Insektenentferner und ein bis zweiTrockentücher zum Abpolieren.

Für die Reinigung der Scheiben können wir zusätzlich einen hochwertigen Glasreiniger sowie einen Teleskop Scheibenreiniger empfehlen. Für die Vorwäsche nutzen wir gerne einen Snow Foamer , mit dem eine höhere Schaumbildung möglich wird. Je fester der Schaum ist, desto besser lässt sich der Schmutz lösen. Besonders hartnäckige Verschmutzungen können mit einem speziellen Schmutzradierer behandelt werden.

Bevor Sie Ihr Auto selber waschen, sollten Sie sich außerdem informieren, ob dies auf Ihrem Grundstück erlaubt ist. Falls das nicht der Fall sein sollte, können Sie eine SB-Waschanlage aufsuchen, in der Sie Ihre eigenen Produkte verwenden können.

Beim Waschen ist außerdem darauf zu achten, dass das Fahrzeug nicht in direkter Sonne geparkt wird. Der Schaum trocknet dann zu schnell auf dem Lack an und es entstehen unschöne Flecken.


Diese Produkte nutzen wir bei der Autowäsche:

Snow Foamer Grit Guard Autoshampoo Waschhandschuh Trockentuch

2. Die Vorwäsche

Wenn Sie Ihr Auto selber waschen, empfehlen wir immer eine Vorwäsche. So wird der grobe Dreck vorgelöst und verursacht bei der späteren Handwäsche keine Kratzer. Zum Lösen des Schmutzes eignet sich ein Snow Foamer. In diesen wird zunächst ein spezielles Konzentrat, der Snow Foam, eingefüllt, um ausreichend Schaum zu erzeugen. Auto Vorwäsche mit Snow Foamer Das Konzentrat wird anschließend noch mit einem Autoshampoo gemischt. Je nach Shampoo werden etwa 10 bis 100 ml Shampoo-Konzentrat benötigt.

Dann wird der Foamer mit Wasser aufgefüllt. Für die Schaumbildung sollte der Foamer so lange gepumpt werden bis das Überdruckventil kurz vorm Auslösen steht. So wird der größtmögliche Druck erzeugt. Ein 2-Liter-Foamer reicht für das Einschäumen einer Limousine aus. Für einen SUV oder Kombi muss eventuell nachgefüllt werden.

Nachdem das komplette Auto mit dem festen Schaum besprüht wurde, sollte eine kurze Einwirkzeit von 5 bis 10 Minuten eingehalten werden. Auto Abspülen mit Hochdruckreiniger Je fester der Schaum ist, desto länger haftet er am Lack und löst den Schmutz.

In der Einwirkzeit können die Felgen gereinigt werden. Hierzu benötigen Sie einen guten Felgenreiniger, der auch aggressiven Bremsstaub entfernen kann. Mit einem Felgenhandschuh gelangen Sie gut an die verschiedenen Teile der Felge und können den Schmutz entfernen. Wenn Sie den Reiniger später mit einem Hochdruckreiniger abspülen, achten Sie darauf, den Strahl nicht direkt auf die Reifen zu halten, da diese beschädigt werden könnten.

Nachdem das Autoshampoo eingewirkt ist, kann es mit klarem Wasser, zum Beispiel durch einen Hochdruckreiniger, abgespült werden. Je nach Hochdruckreiniger sollte ein gewisser Abstand zum Lack eingehalten werden. Beim Abspülen ist immer darauf zu achten, von oben nach unten zu arbeiten, um den gelösten Dreck nicht zu verteilen.

Sind im Sommer noch Insektenreste am Lack oder Kunststoff haften geblieben, die durch das Shampoo nicht entfernt werden konnten, nutzen Sie einen speziellen Insektenentferner. Auch der Insektenentferner sollte kurz einwirken, bevor er mit klarem Wasser abgespült werden kann.

3. Die Handwäsche

Wer sein Auto selber waschen möchte, weiß um die Gefahr, der Kratzerbildung während des Waschens. Zwei-Eimer-Methode bei der Autowäsche Um Kratzer und Mikrorisse möglichst auszuschließen, empfehlen wir grundsätzlich das Waschen mit der 2-Eimer-Methode. Für diese werden zwei Eimer mit Grit-Einsatz benötigt. Ein Eimer wird mit klarem Wasser befüllt, der andere mit Wasser und Autoshampoo. Der Eimer-Einsatz bewirkt, dass der aufgenommene Schmutz am Boden des Eimers gesammelt wird und nicht wieder vom Schwamm oder Handschuh aufgenommen wird. So ist die Gefahr von Kratzerentstehungen im Lack sehr gering.

Nachdem der Waschhandschuh oder Schwamm das Shampoo auf dem Auto verteilt hat, wird er immer wieder im klaren Wassereimer abgespült. Dabei wird er am Grit-Einsatz abgerieben, sodass der Auto Handwäsche mit Waschhandschuh Dreck gebunden wird und nicht mehr am Handschuh haftet. Der dreckige Handschuh kommt also nicht mit dem sauberen Shampoo-Eimer in Berührung. Niemals sollte restliches Wasser aus den Eimern zum Schluss auf dem Lack verteilt werden!

Die Scheiben können separat mit einem Glasreiniger gereinigt werden. Besonders praktisch ist das Verwenden eines Teleskop-Scheibenreinigers, der sich auch für die Innenreinigung der Scheiben hervorragend eignet.

Nachdem Lack und Scheiben gereinigt wurden, müssen die Shampoo-Reste nun noch mit klarem Wasser abgespült werden. Wer hierzu einen Hochdruckreiniger nutzt, sollte je nach Druck darauf achten, nicht zu nah am Lack zu arbeiten.

4. Das Trocknen des Lackes

Auto Abtrocknen mit Trockentuch

Zum Schluss der Autowäsche sollte das Auto mit einem Trockentuch abpoliert werden. So entstehen auf dem Lack keine Wasserflecken. Da das Auto komplett gereinigt wurde, kann in kreisenden Bewegungen getrocknet werden. Schmutz, der eventuell Kratzer verursachen würde, ist im besten Falle nicht mehr vorhanden.

Weitere Schritte

Um den Glanz des Autos langfristig zu erhalten, empfehlen wir, den Lack anschließend zu polieren und mit einer Lackversiegelung oder einem Wachs zu versiegeln.